Altwerden braucht Mut - Teil 1


DIE ZUFRIEDENHEIT IST IM ALTER, TROTZ 

KÖRPERLICHER DEFIZITE, AM GRÖßTEN


Diese Aussage habe ich in dem Buch „Die bessere Hälfte“, von Dr. E. von Hirschhausen und Dr. T. Esch, gefunden. Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben verschiede Phasen, was immer wieder ein Umdenken erfordert.  Das Kind, wenn es in die Schule kommt, dann als Jugendlicher, im Erwachsenenalter (Eintritt ins Berufsleben, Karriere, eigene Familie), und auch im Alter. Ein Aspekt, der mit dem Älterwerden verbunden ist, ist die normale Alterung der Organe. Zum Beispiel sinken zwischen dem 30. Und 70. Lebensjahr:

Gehirn: 44% sinkende Gedächtnisleistung 

Nervenleitungs-Geschwindigkeit: 10% sinkende Reaktionsgeschwindigkeit

Herzschlagvolumen: 30% geringere körp. Leistung 

Max. Sauerstoffaufnahme: 60% geringere Leistungsreserve 

Muskelmasse: 30% geringere Körperkraft 

Diese Veränderungen zu realisieren, zu verinnerlichen und zu akzeptieren, fällt nicht jedem leicht. Außerdem passiert es sehr oft, gerade im fortgeschrittenen Alter, dass noch eine Krankheit hinzukommt, die das Leben noch beschwerlicher macht, sodass es sehr oft nur noch mit Hilfe anderer möglich ist. Worin besteht der Sinn dieser Lebensphase? Warten auf den Tod? Keinesfalls! Auch das Alter ist eine Aufgabe, die zur Gabe wird, wenn sie gut gemeistert wird. Hoch interessant ist jedenfalls, dass die Zufriedenheit im Alter, trotz körperlicher Defizite, am größten ist. 

Siegfried Klammsteiner | Osttirol Journal | Erscheinungsdatum: Mai 2019 | Ausgabe Nr. 4 

 
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